Wege der Traumabehandlung: Trauma und Traumabehandlung, Teil 2

Autor: Michaela Huber
Junfermann Verlag - erschienen: 2003-12-04

Taschenbuch - 399 Seiten

ISBN: 3873875500

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Wie kann das gelingen, Trauma-Behandlung? Kann es gelingen, diesen Themenbereich lehrreich und dennoch, ohne Fachlexikon, lesbar für Fachleute, Betroffene und Laien, zu vermitteln? Dann auch noch die verschiedenen psychotherapeutischen Methoden zu verbinden, auch dadurch den systemischen Blickwinkel sichtbar werden zu lassen und dabei den Tätigen immer wieder zu Hinterfragen? Dann soll das Ganze "bitte schön", noch strukturiert und optisch gut erfassbar sein. Eben ein immerwährendes Nachschlagewerk, für "spätere (schwierig erscheinende) Zeiten".

Diesen vielen benannten Erwartungen gerecht zu werden, ist doch eigentlich nicht möglich, oder? Der Leser erfährt und spürt das Gegenteil, mit jeder Seite mehr. Das scheinbar Unmögliche, sowie der Tätige es immer wieder im Umgang mit Betroffenen erfährt, und umgekehrt, wird und ist möglich.

Was Sie außerdem bekommen? Antworten und Anregungen zu Fragen, die Sie so nicht gestellt hätten. Ganz konkret: 11 Kapitel mit Themen zu den Inhalten, wie: Grundhaltungen im Arbeitsbündnis / Zeitpunkt für eine Traumatherapie / Wieso Frauen und Männer verschiedene Therapien brauchen / Ambulante und -oder stationäre Traumatherapie? / Stabilisierung und Ressourcen-Aktivierung / Täter-Opfer-Spaltung / Besondere Beachtungen bei Menschen die rituell misshandelt wurden / Lässt sich das Trauma-Schema verändern? / Umgang mit Flashbacks und Selbstverletzungen / Wie kann man Distanz zum Traumaerleben gewinnen? / Psychohygiene, um sich auch vor Müdigkeit des Mitempfindens zu schützen.

In jedem Kapitel finden Sie sehr viel Lehrreiches und Anregendes, Tipps, Schaubilder und Beispiele. Des weiteren noch fünf Anhänge, bestehend aus: Checklisten, Teufelskreis-Selbstverletzung, Ideen falls "nichts mehr geht", Behandlungsrichtlinien, Adressen von stationären Einrichtungen. Take it and read it - "101" Tips are yours. In der Frage und dem entsprechenden Kapitel, ob Frauen und Männer unterschiedliche Therapien bzw. gleichgeschlechtliche Therapeuten haben sollten, lohnt es sicher noch über das angebotene Denkmodell hinaus zu denken.

Kurzum, das Buch ist absolut gelungen und eine Kunst. Das dramatische wird angesprochen, mit behutsamer, abwechselnder und kreativer Schrittfolge wie im Ballett fortgeführt, die Lyrik lädt zum Durchatmen ein, es steigert sich wie in einem Abenteuer und hat in und mit diesem Buch ein "Happy End". Gratulation.

Frank Baßfeld

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