Die Arbeit mit dem inneren Bildschirm

Die erste Technik der Trauma-Exposition ist die Bildschirmtechnik. Es ist eine Technik etwas zu verbildern, also vor Augen zu haben.

Es greift die Situation auf, bedingt durch ein dramatisches Ereignis, ein schockierendes Erleben (einmalig/regelmäßig), in einem falschen Film zu sein. Die alten Erfahrungen aktivieren sich und eine Erlebnis-Erinnerung aus dem Erlebnisgedächtnis schiebt sich nach vorne und überlagert die aktuelle Erinnerung. Man ist auf einmal im falschen Film. Das ist sehr störend und es beeinträchtigt die Beziehungen erheblich, wenn man im falschen Film ist.


Die Technik funktioniert so: 
Man stellt sich gemeinsam so, dass etwas auf einen imaginären Bildschirm geworfen wird, und dort betrachtet wird. Therapeut und Klient haben eine "Fernbedienung" in der Hand und können das Bild regulieren. Das ist  eine übliche Technik im Umgang mit Flashbacks/Blitzlichtern, dass man damit umgeht, als ob man beim Fernsehen eine Fernbedienung in der Hand hätte. Das ist eine erste Kontrolle über Bilder und Intrusionen. Schritt für Schritt wird dann die Szene durchgegangen auf Abstand gehalten, affektisoliert und in einer dichten Situation wird dann versucht, das wieder zusammenzuführen, was damals beim Erleben, sinnvollerweise beim Abspeichern im Gehirn getrennt worden ist, um eine (Trauma-)Synthese herbeizuführen.


Aus einem schlimmen Ereignis kann eine Erinnerung werden. Aber man kann das Trauma nicht loswerden, man kann es integrieren. Und deshalb ist es so wichtig, dass bei Anwendung dieser Technik immer geschaut wird, dass das Ich, das die Kontrolle über die Situation irgendwie hält, dass das Ganze gefasst bleibt und den Rahmen behält. Das bedeutet nicht, dass es nicht zu intensiven Gefühlsreaktionen kommen kann. Idealtypischerweise geht es um ein gefasstes, begrenztes herangehen an die traumatische Reaktion, um sie langsam mit allen Gefühlsaffekten und kognitiven Qualitäten zu integrieren und aus den Erfahrungen Erinnerungen werden zu lassen.


Bei Anwendung ist es möglich, eine gute Freundin/einen guten Freund mit einzubeziehen, die man etwas darauf vorbereitet und die im Raum anwesend ist.

Qualifikation

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Frank Baßfeld

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